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Lizenz zur Traumerfüllung

5 neue Segelfluflizenzen beim Aeroclub Bad Nauheim

Fünf frisch lizenzierte Segelflug Piloten auf dem Ober-Mörler Flugplatz.

Da staunten die vom Darmstädter Regierungspräsidium bestellten Prüfer nicht schlecht:
Fünf Kandidaten zur praktischen Luftfahrerprüfung, wie es im Amtsdeutsch heißt, auf einen Streich, vom selben Verein und zum gleichen Termin.

Das ist selbst für einen Verein mit regem Ausbildungsbetrieb wie dem AeC Bad Nauheim ungewöhnlich und so wurden dann auch tatsächlich gleich zwei Prüfer zum Prüfungstermin entsandt.

Bei der praktischen Prüfung müssen angehende Piloten zeigen, was sie von ihren ehrenamtlich tätigen Fluglehrern in den verschiedenen Ausbildungsabschnitten gelernt haben. Im Gegensatz zu einer Fahrschulprüfung kann der Lehrer aber mangels dritten Sitzes nicht mitfliegen, der Prüfer nimmt statt seiner den hinteren Platz im doppelsitzigen Segelflugzeug ein. Von dort überwacht er mit Argusaugen das Geschehen und die Aktionen des Noch-Flugschülers. Sauberer Start, Luftraumbeobachtung, ordentliche Landeeinteilung, Landung innerhalb eines abgesteckten Landefelds sind nur einige der Punkte auf die es ankommt.

Der Ausbildungsleiter des Vereins, Gerald Salzinger, erklärt: „Vor allem kommt es auf die Grundlagen an. Die sichere Beherrschung des Flugzeugs in allen, auch in außergewöhnlichen Lagen, das ist, was wir den Flugschülern vor allem beibringen. Dazu natürlich die theoretischen Hintergründe und das Wissen um die gesetzlichen Regeln, deren Einhaltung gerade im komplexen Luftraum rund um das Luftfahrtdrehkreuz Frankfurt essentiell ist.“

Salzinger weiter: „Mit der Lizenz in der Hand steht Piloten in unserem Verein dann eine ganze Welt offen. Sie können sich bei uns dem Streckenflug zuwenden, Kunstflug betreiben, weitere Lizenzen für Motorsegler oder Motorflug erwerben oder ganz einfach aus Spaß und Freude ein wenig die Wetterau von oben betrachten. Auf jeden Fall ist der Luftfahrerschein die Lizenz zum lebenslangen Üben.“

Für die fünf Kandidaten (v.l), Dennis Frank, Joshua Tauer, Nicolas Röseler, Julian Kapeller und Ulrich Landemann, spielten solche Überlegungen am Prüfungstag vermutlich keine große Rolle. Denn trotz gründlicher Ausbildung und Vorbereitung verbleibt natürlich eine ganze Menge Prüfungsnervosität und die Frage, ob man das Gelernte auch dann im entscheidenden Moment abrufen kann.

Aber auch Dank der moralischen Unterstützung der Vereinskameraden, die im Team dafür gesorgt hatten, dass die Kandidaten überhaupt in ihren Segelflugzeugen in die Luft kamen, erwiesen sich die Bedenken als grundlos.

Und am Ende hielten sie sie dann alle in der Hand: Die Lizenz für die Erfüllung ihres Traums vom Fliegen.

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