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Wintersteinschüler dem Geheimnis des Fliegens auf der Spur

Die Klasse 2c der Wintersteinschule zu Besuch auf dem Flugplatz Ober-Mörlen.

Flügel, natürlich, Räder, Sitze für Passagiere und Piloten, bestimmt auch Propeller, ein Motor, ein „Steuerdings“ am Ende und am besten auch noch Klo und Küche – das waren für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2c der Wintersteinschule Ober-Mörlen die wesentlichen Bauteile, aus denen ein Flugzeug besteht.

Am 20.10.15, dem vielleicht letzten goldenen Herbsttag folgte die Klasse unter der Leitung der Klassenlehrerin Nicole Gogala der Einladung des Aero-Club Bad Nauheim auf den heimischen Flugplatz und versuchte unter Anleitung der AeC Mitglieder Karl-Heinz und Walli Bayer sowie Andreas Staubi, dem Geheimnis des Fliegens auf die Spur zu kommen.

Angefangen vom uralten Menschheitstraum, wie ein Vogel fliegen zu können, über die Ballonfahrten der Brüder Montgolfier bis hin zu den Versuchen der ersten Pioniere vollzogen die Kinder gespannt die Entwicklung der Luftfahrt nach. Historische Filmaufnahmen von abenteuerlichen Flugmaschinen, die zwar durchaus beeindruckend, aber in keiner Weise flugtauglich waren, führten dann aber schnell zur Erkenntnis, dass einfaches Montieren der als wichtig erkannten Baugruppen eben doch nicht reicht, um sich mit einem Flugzeug in die Luft zu erheben.

Ein Bleistift, ein Streifen Karton und etwas Klebeband genügten den jungen Forschern anschließend, um die grundlegenden Erkenntnisse Otto Lilienthals nachzuvollziehen und das Geheimnis des Fliegens zu lüften: Die Erzeugung von Auftrieb durch die Wölbung des Flügels.

Mit dem neu gewonnenen theoretischen Rüstzeug gingen die frisch gebackenen Aviatiker an die Praxis und untersuchten das doppelsitzige Schulungssegelflugzeug der Bad Nauheimer Flieger eingehend auf gewölbte Flügel, Steuerflächen und all die anderen Bauteile, die ein Flugzeug eben so haben sollte. Die Erkenntnis, dass ein Flugzeug weder über einen Propeller noch einen Antrieb, und schon gar nicht unbedingt über eine Innenausstattung wie ein Ferienflieger verfügen muss, kam spätestens bei der Sitzprobe, bei der alle Kinder im Cockpit des Segelflugzeugs Platz nehmen und selbst die Steuerung in die Hand nehmen durften.

Mit dem Wissen, jederzeit zum Zuschauen und vielleicht einmal Mitfliegen auf dem Ober-Mörler Flugplatz willkommen zu sein, trat die Gruppe nach zwei spannenden und lehrreichen Stunden den Rückweg an. Und vielleicht zählt auch die eine oder der andere jetzt die Tage bis zum 14. Geburtstag – der Tag, an dem man eine Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnen darf.

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