In Mitten der deutschen Hitzewelle sehnt sich jeder nach einer Abkühlung, einer Auszeit am kühlen Meer oder einfach einer kurzen Pause vom drückenden Klima im hessischen Land. Da hilft am Ende nur eines: ab in den Flieger und direkt an die Nordsee!
Und so schnell wie die Idee entstand, wurde sie auch in die Tat umgesetzt. Am Donnerstag noch schnell einen Satz Schwimmwesten besorgt, den Flieger getankt und am Freitag in aller Herrgottsfrühe am Flugplatz Ober-Mörlen gestartet mit dem Ziel: Helgoland. Selbst in der seidigen Luft am Morgen ist die Hitze schon zu spüren, jedoch wird es mit jedem Kilometer nach Norden besser. Mit einem Tankstopp in Rotenburg (Wümme) bei Bremen war die Nordsee schnell in Sichtweite. Mit angelegten Rettungswesen fliegen wir unsere Robin ca. 45 Meilen über Wasser, bis das Erreichen der Insel sichergestellt ist.
Der Flugplatz Helgoland (Düne) liegt auf der Badedüne direkt neben der Hauptinsel und fordert mit einer maximalen Landebahnlänge von 480 Metern alle Konzentration des Piloten. Dort angekommen ist man in wenigen Minuten per Boot auf der Hauptinsel und kann einen gemütlichen Rundgang über das 1,2 Quadratkilometer große Oberland machen. Außerhalb des Zollgebietes der EU kann man dort günstig Flugbenzin tanken oder Tabakprodukte erwerben.

Doch das Beste: 28°C und eine leichte Brise. Bei traumhaftem Friesenwetter springen wir ins Wasser, sonnen uns kurz am Strand und genießen mit toller Aussicht ein örtliches Fischgericht. Die Rückreise ist für den Nachmittag geplant, sodass wir noch sicher bis nach Bad Nauheim kommen würden. Also machen wir uns bald wieder abflugbereit und starten mit der französischen DR-400 wieder mit direktem Kurs nach Süden.
Kurz vor dem Erreichen des Festlandes blicken wir über die rechte Tragfläche auf die ostfriesischen Inseln und freuen uns zeitgleich schon auf die Dusche zu Hause, um das Meersalz und den Schweiß endlich loszuwerden.
In Hessen angekommen tanken wir am Nachbarplatz Reichelsheim den Flieger wieder auf und hüpfen noch schnell an den Heimathügel Johannisberg. Ein schöner Ausflug neigt sich dem Ende, mit einer Menge an tollen Fotos und Videos aus der Luft.
Dabei stellt sich wieder einmal heraus: unsere Vereinsmaschine „D-ERAI“, ein Schleppflugzeug mit allen nötigen Ausstattungen, ist ein Arbeitstier. Kein anderes Vereinsflugzeug ist so zuverlässig, zutraulich und robust wie sie!

Text und Bild: Mo Jünger