Fournier RF-4D

D-KDLE

Die Fournier RF-4D ist ein einsitziges, kunstflugfähiges Reiseflugzeug, das 1965 von René Fournier in Frankreich entwickelt und von Sportavia-Pützer in Deutschland ab 1967 in Serie gebaut wurde. Der Jungfernflug des Musters fand am 25. November 1965 statt. Die RF-4D wurde von 1967 bis 1969 gefertigt, wobei nur 156 Flugzeuge entstanden.

Die RF-4 zeichnet sich durch einen sehr geringen Kraftstoffverbrauch und relativ hohe Reisegeschwindigkeiten, gemessen an dem kleinen Motor, aus. Sie führte gemeinsam mit ihren Schwestern RF-3 und RF-5 lange Jahre ein unterschätztes Schattendasein unter den Motorseglern. In den letzten Jahren wurden die Qualitäten der RF-Motorsegler-Familie wiederentdeckt: Es wird zunehmend schwieriger eine gut erhaltene RF-4D zu erwerben. Bereits Ende der 1960er Jahre wurden mehrere spektakuläre Flüge mit einer RF-4D durchgeführt. Dazu gehören zwei Atlantiküberquerungen und mehrfache Sahara- Überquerungen zur Auslieferung des Flugzeugs in den Tschad und in den Kongo.

Die RF-4D überzeugt durch einfache Handhabbarkeit und Wartung, durch hervorragende Flugleistungen und vergleichsweise niedrige Betriebskosten. Sie kann als Motorsegler auch sehr gut wie ein Segelflugzeug ohne laufenden Motor geflogen werden.

Technische Daten
  • Baujahr: 1968
  • Holzbauweise
  • Spannweite: 11,26 m
  • Länge: 6,05 m
  • Höhe: 1,57 m
  • Leergewicht: ca. 280kg
  • max. Abfluggewicht: 390kg
  • Triebwerk: Rectimo AR-1200 (Modifizierter VW-Käfer Motor) 8 Liter/h
  • Leistung: 39 PS
  • Reisegeschwindigkeit: ca. 180 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • Sitzplätze: 1

Die D-KDLE gehört einem privaten Eigentümer und wurde 1968 bei der Sportavia-Pützer GmbH gefertigt. Sie wird vorrangig für Spaßflüge und kleinere Ausflüge, sowie zum Kunstflug genutzt. Es gibt auch einige Vereinsmitglieder, die sie gelegentlich fliegen dürfen. Die D-KDLE hat ihre Heimat in Ober-Mörlen nach einer langen Odysee gefunden: Sie wurde nach dem Bau zunächst in die USA geliefert, wo sie 40 Jahre lang flog. Danach hatte sie ein kurzes Gastspiel in Australien und verbrachte dann drei Monate in einem Überseecontainer. Nach dieser langen Zeit in Dunkelheit erblickte sie im Jahre 2014 wieder die Sonne über ihrem Geburtsland und wird hier in Ober-Mörlen von einigen Enthusiasten liebevoll gepflegt.

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